Oft ist es sinnvoll, einem belasteten Kind Einzelsitzungen anzubieten, indem es die Möglichkeit hat, mit einer neutralen Person über das, was es bewegt, belastet, ängstigt oder hemmt zu sprechen und Lösungen zu entwickeln.
Parallel findet enge Elternarbeit statt, um sich gegenseitig die Entwicklung mitzuteilen und zu reflektieren (ca. nach 3-5 Terminen mit dem Kind ein Elterngespräch).

Glühbirne Beispiel: Ein Kind kann sich gar nicht gut an Regeln halten und überschreitet immer wieder Grenzen, so dass es nicht nur zuhause, sondern auch in der Schule und OGS immer wieder Ärger von den Erziehenden bekommt und sich nach einiger Zeit alle Beteiligten in dem System hilflos fühlen.

Oder: Ein Kind wird häufig so wütend, dass es sich in seiner Wut nicht mehr kontrollieren kann und durch sein aggressives Verhalten nicht nur Materielles zerstört, sondern auch viele Beziehungen.

Oder: Ein Kind entwickelt plötzlich Ängste, mit denen die Eltern sich überfordert fühlen und nicht mehr weiter wissen.

Oder: Ein Kind hat das Alter überschritten, in dem es trocken werden sollte und nässt immer noch ein. Die eltern wissen sich keinen Rat und das Kind verzweifelt auch schon.


Mit den Kindern arbeite ich ebenfalls lösungs- und ressourcenorientiert. Die Spielstunden mit den Kindern sind strukturiert. Nach einer Aufwärmphase, die je nach Kind unterschiedlich lang ist, arbeite ich mit den Kindern am Tisch und spreche altersentsprechend mit ihnen über ihre Probleme, bzw. erarbeite mit ihnen Ziele, die sie erreichen möchten. Für die Kinder nenne ich das: Was sie gerne verändern möchten oder was sie sich anders wünschen! Z.B. Ein Kind, das einnässt, hat das Ziel trocken zu werden. Dann erarbeite ich mit dem Kind je nach Alter individuelle Lösungen, suche mit ihm nach:

  • Helfern in seiner Umgebung
  • Eigenen Stärken und hilfreichen Ressourcen
  • Bereits gelungenen Ereignissen
  • Kreativen Ideen und Lösungen


Daraus entwickeln wir gemeinsam erste Schritte in Richtung des Ziels, dann jeweils den nächsten Schritt um so ans Ziel zu gelangen (es ist erstaunlich, wie gut die Kinder das können!). Nach dem theoretischen Arbeitsteil folgt noch der „kreative und verspielte Teil“. Hier hat das Kind die Möglichkeit mit mir zu spielen, malen, lesen, basteln, usw. Auch das ist ein ganz wichtiger Teil aus vielseitiger Sicht (Vertrauensbildung, Regeleinhaltung, „Gewinnen und Verlieren“, Rollenspiele, um in die jeweiligen Rollen schlüpfen zu können, Selbstwertgefühl, ernst nehmen, usw.). Die Spielstunden der Kinder und die Beratungen der Jugendlichen werden ganz individuell für das Kind/den Jugendlichen passend gestaltet. In Elterngesprächen werden die Spielstunden natürlich besprochen.